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Nibelungen-Festspiele 1937

Lange Zeit war der Nibelungen-Stoff negativ behaftet. Von den Nationalisten für propagandistische Zwecke missbraucht, verleidete diese Tatsache auch lange nach der Naziherrschaft die Beschäftigung mit der alten Heldensage.

Streit der Königinnen, eine Szene aus Hebbels "Nibelungen" 1937 in Worms (Foto Stadtarchiv Worms, Inszenierung: Hessisches Landestheater Darmstadt) 
Streit der Königinnen, eine Szene aus Hebbels "Nibelungen" 1937 in Worms (Foto Stadtarchiv Worms, Inszenierung: Hessisches Landestheater Darmstadt)

Politik machte vor Theater nicht Halt

Ende Juni 1937 inszenierten die NS-Machthaber in Worms (unter Aufnahme örtlicher Pläne und älterer Ideen) erstmals "Nibelungenfestspiele", in deren Mittelpunkt die Aufführung von Hebbels "Nibelungen" im Festhaus im Beisein von hoher NS-Prominenz stand, inszeniert vom Hessisches Landestheater Darmstadt mit seinerzeit sehr bekannten Schauspielerinnen und Schauspielern. Kein geringerer als Propagandaminister Joseph Goebbels war es, der diesen Rahmen, die sogenannte "Reichstheaterwoche", zu einer politischen Kundgebung nutzte.

Erstmals 1914 hatte man an der Stadtspitze für die Zeit ab dem Folgejahr solche Theaterinszenierungen mit begleitendem Programm geplant, der Krieg warf die Pläne zurück und auch danach hatte man erst ganz andere Sorgen. Erst in den 1930er Jahren kamen die Ideen wieder auf die Tagesordnung, wurden dann aber sehr schnell von den Verantwortlichen der NS-Propaganda und -"Kultur" von Berlin aus gesteuert. Bis 1939 hat man die jährlichen Aufführungen in ähnlicher Weise wiederholt und war bemüht, eine Tradition zu begründen.

 

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